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BARF / Frostfutter

Bei BARF handelt es sich um eine besondere Form der Ernährung. Diese wird häufig bei fleischfressenden Haustieren, wie etwa Hunden angewendet. BARF basiert auf den Ernährungsgewohnheiten von Wildhunden und Wölfen. Diese schöpfen ihren Energiebedarf hauptsächlich als diversen Fleischsorten, Fisch, Innereien und auch Knochen. Doch nicht nur Bestandteile aus Fleisch gehören zum Barfen, vielmehr werden zum Zwecke einer ausgewogenen Ernährung, auch Obst und Gemüse hinzugefügt. Je nach Anspruch können auch Getreide, Kartoffel, Reis usw. Bestandteil der Ernährung sein. BARF bedeutet nicht das ausschließliche Füttern mit Fleischprodukten, sondern mit hochwertiger Rohkost im Allgemeinen.

Was bedeutet das Wort BARF?

Die Bezeichnung BARF wurde erstmals von der Kanadierin Debbie Tripp im Jahre 2006 ins Leben gerufen. Sie beschloss damals die Ernährung ihres eigenen Hundes, komplett auf Rohkost umzustellen. Zunächst stand BARF für Born-Again-Raw-Feeders, was übersetzt so viel wie wiedergeborene Rohfütterer hieß. Inzwischen wird die Bezeichnung BARF im deutschsprachigen Raum, als Biologisch-Artgerechtes-Rohes-Futter definiert.

BARF ist nicht gleich BARF- Welche Arten gibt es?

Barfen ist bei Hundehaltern inzwischen immer beliebter. Es gibt die unterschiedlichsten Arten um diese Methode durchzuführen. Die einzelnen Formen unterscheiden sich hauptsächlich durch die eingesetzten Futterarten und der Dosierung von den Zusätzen.

Vollbarfen

In diesem Fall hat sich der Hundehalter entschieden, seinen Hund vollständig mit Rohkost zu ernähren. Als Basis dienen diverse Fleischsorten, die wahlweise mit Gemüse, Obst, Nudeln, Kartoffeln, Reis usw. ergänzt werden. Aber auch Pansen, Blättermägen oder andere Innereien können enthalten sein. Auch Knochen gehören beim Vollbarfen dazu. Wichtig ist eine ausgewogene, speziell auf die Aufgabenstellung, der Größe und dem Gewicht des Hundes zugeschnittene Mischung.

Halbbarfen

Beim Halbbarfen wird zusätzlich zur Rohkost noch Trockenfutter hinzugefüttert. Meist geschieht dies im Verhältnis 50:50. Zu beachten gilt es Trockenfutter und Rohkost nicht gleichzeitig zu geben, da je nach Ernährungsart, unterschiedliche Verdauungslängen zu Grunde liegen. Deshalb ist es sinnvoll beim Halbbarfen zweimal am Tag zu füttern. Also einmal nur Rohkost und einmal ausschließlich Trockenfutter.

Sonderformen für BARF

Getreidefreier BARF

Dies ist eigentliche keine zusätzliche Barfmethode. Hier wird nur auf die Zufuhr von Getreide verzichtet. Ansonsten wie bereits beschrieben. Getreide und der darin enthaltene Eiweißstoff Gluten, könnten bei sensiblen Hunden Allergien oder andere Unverträglichkeitserscheinungen, wie etwa weichen Stuhl auslösen. Anstelle von Getreide kann zum Zwecke der Versorgung mit Kohlenhydraten, auf Reis oder Hirse ausgewichen werden.

BARF mit Futtermittelzusätzen

Es gibt eine ganze Reihe von Zusätzen die bei der ausschließlichen Ernährung mit Rohkost dazu gegeben werden können, um etwaigen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Hier leisten pflanzliche Öle oder Vitamin K wertvolle Unterstützung.

BARF für Welpen

Schon im frühen Welpenalter ist es möglich den Schwerpunkt der Ernährung auf BARF zu fokussieren. Hier muss die Mischung speziell auf die noch jungen Hunde abgestimmt werden. Dazu wird die Nahrung bzw. die Rohkost vor dem Verzehr zu einem Brei püriert.

Umstellung auf BARF

Grundsätzlich erfolgt die Umstellung auf Rohkost bei gesunden Hunden unproblematisch. Eine Übergangszeit ist in der Regel nicht erforderlich. Liegt bei Hunden ein sensibler Verdauungstrakt vor, lautet die Empfehlung, schrittweise auf die neue Ernährungsstrategie zu wechseln. Dies ist ein Prozess der mehrere Wochen dauern kann. Hundehalter haben die Möglichkeit die Nahrung selbst zusammenzustellen oder bereits fertige Mischungen zu kaufen. Wer gerade am Anfang noch nicht bezüglich der Zusammensetzung des Futterplans sicher ist, der kann auf ein Starter-Set mit Barf-Nahrung (meist gefroren) zurückgreifen.

Vorteile von BARF

Wer sich für das Barfen entscheidet, weiß immer stets, was in den Napf seines Hundes kommt. Anhand eines erstellten Futterplans, bestimmt der Halter die genaue Zusammensetzung der Hundenahrung. Falls sich Gewohnheiten und Bedürfnisse des Tieres ändern, kann jederzeit die Mischung entsprechend verändert werden. Auf besondere Ereignisse wie etwa Allergien, Krankheiten, Trächtigkeit, Fellwechsel oder auch einer Stresssituation, kann individuell eingegangen werden.

Viele Inhaltsstoffe im Hundefutter belasten das Verdauungssystem unnötig. Da BARF keine unnötigen Füllstoffe enthält, wird die zugeführte Nahrung nahezu vollständig vom Organismus verarbeitet. Die Menge an Kot sinkt deutlich. Durch die Ernährung mit Rohkost wird das Fell seidig und dicht. Darüber hinaus wird der Eigengeruch des Hundes minimiert. Die Tiere sind oft bewegungsfreudiger und gesünder.

Vorteile die der Ernährungsmethode BARF zugeschrieben werden im Überblick:

  • Die täglichen Mahlzeiten können exakt auf die Bedürfnisse eines Hundes abgestimmt werden.
  • Der Hund kann problemlos getreidefrei ernährt werden.
  • Hunde sind gewöhnlich fitter, agiler, gesünder, ruhiger, gelassener.
  • Hunde verfügen über dichtes, seidiges und glänzendes Fellkleid.
  • BARF führt zu weniger Eigengeruch.
  • BARF stärkt das Immunsystem nachhaltig.
  • Muskel, Gelenke, Sehnen usw. werden gekräftigt.
  • Welpen werden vor Wachstumsstörungen geschützt.
  • Parasitenbefall ist oft geringer.
  • Weniger Tierarztbesuche.
  • Barfen ist verhältnismäßig preisgünstig.

Das sollten Sie noch beachten

Beim ausschließlichen Füttern eines Hundes mit Rohkost sind gewisse Grundkenntnisse in den Bereichen Futtermittelkunde bzw. Tierernährung erforderlich. Um eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu gewährleisten, spielt das ideale Mix-Verhältnis der täglichen Rationen eine große Rolle. Auch die Menge muss entsprechend dosiert sein, damit beispielsweise kein Übergewicht begünstigt wird. Als Hilfe können diverse Ratgeberbücher dienen. Für absolute Neulinge stehen in verschiedenen Online-Shops umfangreiche Starter-Sets zur Verfügung, mit deren Hilfe der Einstieg reibungslos funktionieren sollte.

BARF-Preisvergleich

Alle wichtigen Zutaten zur BARF-Ernährung sind in vielen Online-Shops auch in größeren Mengen erhältlich. Fleisch und andere Rohkost können eingefroren, problemlos über einen längeren Zeitraum gelagert werden. Viele Hersteller liefern das Futter als Tiefkühlkost. Vergleichen Sie hier auf dogsammy unter mehreren Shops und finden Sie günstige Angebote.